TAT feiert Aufnahme des Wat Phra Mahathat in die UNESCO Welterbeliste mit ganzjähriger Kampagne
Die thailändische Tourismusbehörde Tourism Authority of Thailand, kurz TAT, feiert die Aufnahme des Wat Phra Mahathat Woramahawihan in Nakhon Si Thammarat in die UNESCO Welterbeliste. Die Tempelanlage ist die neunte Welterbestätte Thailands und die sechste des Landes im Bereich Kulturerbe.
Anlässlich dieser historischen Anerkennung lanciert die TAT die ganzjährige Kampagne «The Twelve Sacred Discoveries Nakhon Si Thammarat: A Journey to World Heritage». Sie lädt Reisende dazu ein, das lebendige buddhistische Erbe der Region zu verschiedenen Jahreszeiten kennenzulernen. Das Welterbekomitee nahm die Tempelanlage während seiner 48. Sitzung in Busan in Südkorea in die UNESCO Welterbeliste auf. Die Sitzung fand vom 19. bis 29. Juli 2026 statt. Der Entscheid folgte einer Empfehlung des Internationalen Rats für Denkmalpflege ICOMOS.
Der Wat Phra Mahathat Woramahawihan wurde aufgrund seines aussergewöhnlichen universellen Werts nach den Kriterien zwei und sechs ausgezeichnet. Seit seiner Gründung im achten Jahrhundert zählt der Tempel zu den bedeutendsten buddhistischen Zentren der Region. Religiöse und architektonische Traditionen aus dem Nordosten Indiens, Zentraljava, Sri Lanka und der Mon Region im Süden Myanmars fanden Eingang in die Gebäude, Rituale und kulturellen Praktiken des Klosters. Die daraus entstandenen künstlerischen und architektonischen Ausdrucksformen prägten später weitere Teile Thailands und Südostasiens. Religiöse und lokale Traditionen werden hier seit mehr als 1’500 Jahren gepflegt. Dazu gehören die jährliche Zeremonie, bei der das grosse Reliquienheiligtum mit einem Tuch umhüllt wird, sowie das traditionelle Nora Tanztheater.
Thapanee Kiatphaibool, Gouverneurin der TAT, erklärt: «Wir möchten diese Anerkennung nutzen, um Nakhon Si Thammarat als führendes Reiseziel für lebendiges Kulturerbe zu positionieren. Glaube, Kultur und Gemeinschaft sollen dabei weiterhin im Zentrum des Reiseerlebnisses stehen. Unser Ziel ist es, durch verantwortungsvollen Tourismus langfristige Werte zu schaffen, die lokale Bevölkerung stärker einzubeziehen und sicherzustellen, dass die Bedeutung des Wat Phra Mahathat Woramahawihan verstanden, respektiert und für kommende Generationen bewahrt wird.»
Neun UNESCO Welterbestätten in Thailand
Mit der neuen Aufnahme verfügt Thailand über neun UNESCO Welterbestätten. Dazu gehören sechs Kulturstätten und drei Naturstätten. Zu den Kulturstätten zählen die historische Stadt Ayutthaya, die historische Stadt Sukhothai und die zugehörigen historischen Städte, die archäologische Stätte Ban Chiang, die antike Stadt Si Thep mit den zugehörigen Monumenten aus der Dvaravati Zeit, Phu Phrabat als Zeugnis der Sīma Steintradition der Dvaravati Epoche sowie neu der Wat Phra Mahathat Woramahawihan. Die drei Naturstätten sind die Wildschutzgebiete Thungyai und Huai Kha Khaeng, der Waldkomplex Dong Phayayen und Khao Yai sowie der Waldkomplex Kaeng Krachan. Die Aufnahme in die Welterbeliste wurde in Nakhon Si Thammarat mit einem zweitägigen Programm gefeiert, das am 27. Juli endete.
Zwölf besondere Entdeckungen im Verlauf des Jahres
Mit der Kampagne «The Twelve Sacred Discoveries Nakhon Si Thammarat: A Journey to World Heritage» führt die TAT die Feierlichkeiten während des gesamten Jahres weiter. Unter dem Motto «Discover the Past. Share the Faith. Shape the Future.» lädt die Kampagne zu einer Reise durch den Buddhismus, die frühe Zivilisationsgeschichte und die bis heute gelebten Traditionen der Provinz ein. Jeder Monat und jede Jahreszeit eröffnet einen neuen Blick auf das königliche Kloster. Im Fokus stehen unter anderem seine Architektur, das überlieferte Wissen, die buddhistischen Lehren und Geschichten des Glaubens.
Die Kampagne orientiert sich an einer lokalen Redewendung, wonach alle Menschen mindestens einmal im Leben dem Phra That von Nakhon Si Thammarat die Ehre erweisen sollten. Sie soll ein vertieftes Verständnis für die Welterbestätte schaffen und gleichzeitig einen verantwortungsvollen Besuch, den Erhalt des Kulturerbes, die Beteiligung der lokalen Bevölkerung sowie nachhaltige wirtschaftliche Perspektiven fördern.
